Girl
Jetzt Anzeige buchen Add Ad
1 5 5.0 2

Sexkultur

Sexkultur

Wiki über Sexkultur Wiki über Sexkultur

Sexkultur

Sex und die Möglichkeit, die eigene Sexualität auszuleben, sind ein menschliches Grundbedürfnis. Wenn wir das nicht mehr dürfen, werden wir sehr schnell unglücklich und haben das Gefühl, uns nicht richtig entfalten zu können. Vor diesem Hintergrund erscheint es logisch, warum sich eine eigene Sexkultur in der Gesellschaft ausgebildet hat. Man versteht darunter alles, was mit der Sexualität des Menschen zu tun hat, also beispielsweise die sexuelle Orientierung, Vorlieben und Abneigungen sowie der Umgang mit der persönlichen Gesundheit und Hygiene.

Sexkultur - die Kultur rund ums Bedürfnis

Der Mensch ist neben dem Delfin das einzige Säugetier, das Sex zum Vergnügen und nicht nur zur Fortpflanzung hat. Was Spaß macht, wird natürlich schnell kultiviert, und das tut der Mensch bereits seit Jahrtausenden. Erste Sexkulturen waren bereits in den ägyptischen und griechischen sowie in den indianischen Hochkulturen erkennbar. Selbst die lange gelobte Enthaltsamkeit und Treuevorstellung, die die westliche Welt der letzten Jahrhunderte dominierte, ist eine eigene Sexkultur. Unsere moderne Sexkultur zeichnet sich durch große Offenheit allen Einstellungen, Orientierungen und Wünschen gegenüber aus. Die meisten Menschen verfolgen das Ideal, dass jeder tun und lassen soll, was ihm Spaß macht und Befriedung bringt, solange es keinem anderen Menschen schadet und alle Sexualpartner das ebenfalls so wollen.

Was gehört zur Sexkultur?

Bestandteile der Sexkultur zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht mehr nur den reinen Geschlechtsakt in den Vordergrund stellen, sondern weiter reichen und auch die Einstellungen und Vorstellungen der Gesellschaft mit einbeziehen. Das beginnt bei der Moral und der Lebensweise mit der eigenen Sexualität und der der anderen. Zumindest in der westlichen Gesellschaft ist Monogamie Teil der Sexkultur, wenn man in einer festen Beziehung lebt - das ist aber längst nicht überall so. Enger gefasst beschäftigt sich die Sexkultur mit der individuellen Einstellung zum Sex, also beispielsweise mit der Orientierung, sexuellen Schönheitsidealen, der persönlichen Hygiene, Vor- und Abneigungen und Fetischen. Gerade in der heutigen Zeit ist natürlich auch der Umgang mit sexuell übertragbaren Krankheiten ein wichtiger Bestandteil der Sexkultur.

Die individuelle Sexkultur

Die Gesellschaft hat ihr eigenes Bild vom Sex und dementsprechend auch eine eigene Kultur. Wichtig ist allerdings, selbst eine Auffassung zum Thema Sex zu entwickeln - und auch zu allem, was dazugehört. Im Laufe der Pubertät entwickeln sich die meisten Einstellungen und man entdeckt die eigene Orientierung. Das ganze weitere Leben kann natürlich weitere Veränderungen mit sich bringen, doch im jungen Erwachsenenalter haben die meisten Menschen bereits sehr genaue Vorstellungen rund ums Thema Sex. Das ist auch gesund, denn so sind sie aufs Leben vorbereitet und können eine erfüllte Sexualität ausleben, wie sie sie sich vorstellen. Es liegt ganz bei uns selbst, wie viel wir ausprobieren wollen und was nichts für uns wäre, doch befassen sollten wir uns damit auf jeden Fall. Immerhin sind Sex und die eigene Sexualität ein Grundbedürfnis, das erfüllt sein muss, damit wir wirklich glücklich sein können.

Sexkultur und Moral

Die Sexkultur wird gerne mit der Moral gleichgesetzt oder als gleich angesehen. Moralvorstellungen entwickeln sich allerdings weniger aus unserer Natur heraus als aus der Philosophie und gesellschaftlichen Vorstellungen, die mit der Sexualität nur noch sehr wenig zu tun haben. Die Sexkultur hingegen ist, was die Menschheit trotzdem macht, sie spiegelt die sexuelle Realität wider und orientiert sich dabei höchstens an Moralvorstellungen. Sie kann sich aber auch vollkommen gegensätzlich und entgegen früherer oder herrschender Moralvorstellungen entwickeln.